Theater in der Orgelfabrik

39 Jahre „Theater in der Orgelfabrik“ das heißt: 58 Uraufführungen in dieser Zeit.

Ins Leben gerufen wurde das Theater in der Orgelfabrik 1987. Ausgangspunkt und der ‘zündende Funke’ war dieser ungewöhnliche Raum und seine ganz besondere Atmosphäre.

Ein ‘Autorentheater’ wurde ins Leben gerufen, das ausschließlich Uraufführungen in seinem Programm hat. Die Stücke im “Theater in der Orgelfabrik” hatten von Anfang an einen unverwechselbaren Charakter. Sowohl auf Persönlichkeiten aus Geschichte oder Literatur wie Caspar Hauser, Casanova, Molière, Don Giovanni, als auch auf bestimmte Themen hin werden die Stücke geschrieben – so die Trilogie um das Schicksal der Titanic, ‘Haus Frankenstein’ oder ‘Dr. Jekyll & Mr. Hyde’, ‘Blaubart’ und ‘Der Untergang des Hauses Usher’.

Ein besonderes Augenmerk wird dabei schon seit Jahren auf die theatralische Umsetzung von Erzählungen großer deutschsprachiger Dichter gelegt, wie in Thomas Manns ‘Tod in Venedig’, und die Kafka-Trilogie ‘Kafkas Schloß’, ‘Kafkas Die Verwandlung’, ‘Der Proceß’ die erweitert wurde um ein neues Stück, ‘Ein Bericht für eine Akademie’. Auch einen Roman des russischen Autoren Michail Bulgakow haben wir auf die Bühne gebracht, “Der Meister und Margarita”. Dann folgte ‘Der Fluch des Golem’, ‘Shakespeare oder nicht Shakespeare’, ‘Spiel in Venedig’ und im letzten Jahr stand ‘Das Haus in der Rue Morgue’ auf dem Spielplan.

Und so läuft, wie immer in den Sommermonaten als “Bereicherung des Karlsruher Kulturlebens” das “Theater in der Orgelfabrik” auf Hochtouren.

Unser Ensemble in 2026

Franco Rosa

Promovierte 1977 an der Universität Mailand als Doktor der Philosophie. Engagement am Staatstheater Wiesbaden als Assistent, Schauspieler und Regisseur. Danach am “Gran Teatro La Fenice” in Venedig als Tourneeleiter. Mit-
arbeit bei italienischen Gastspielen von Pina Bausch als Übersetzer. Seit 1987 Regisseur und Leiter des “Theater in der Orgelfabrik”.

Martina Eckrich

Absolvierte die “Hochschule für Musik und darstellende Kunst” in Saarbrücken. Danach Engagements am Staatstheater Saarbrücken, in Würzburg, Bremerhaven. Zum ersten Mal 2010 bei uns.

Rainer Haring

Ausbildung und Diplom an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Engagements am Staatstheater Karlsruhe, am Kammertheater Karlsruhe und am Theater Baden- Baden. Spielte bei uns zum ersten Mal 2013.

Peter Schmitt

Mitbegründer des “Theater in der Orgelfabrik”. Arbeitete schon 1992 am Theater “Die Insel” und seit vielen Jahren als Technischer Leiter am “Kammertheater” in Karlsruhe. Seit Beginn bei uns verantwortlich für Technik und vor allem für das Licht.
in der Orgelfabrik”.

Gabriele Michel

Absolvierte 1974 ihre Ausbildung an der “Hochschule für Musik und darstellende Kunst Hamburg”. Danach Engagements am Stadttheater Pforzheim, Staatstheater
Darmstadt und Staatstheater Wiesbaden. Spielte die Rolle der “Ulla Kempowski” in Eberhard Fechners Film “Tadellöser und Wolff”. Seit 1987 Schauspielerin, Leiterin und Autorin des “Theater in der Orgelfabrik”.

Ulrike Schmitt

Absolvierte ihre Ausbildung an der Badischen Schauspielschule. Engagement am Kammertheater Karlsruhe. Seit 2002 in vielen Stücken am “Theater in der Orgelfabrik” zu sehen.

 

 

Véronique Weber

Nach einer professionellen Ballettausbildung folgte eine Ausbildung zur Schauspielerin in Freiburg. Danach Engagements in Pforzheim, Freiburg und
am Staatstheater Darmstadt. Bei uns war sie zum ersten Mal 2018 dabei.
Webseite: veroniqueweber.de

Oliver Grimm

Studium der Literaturwissenschaften und Kunstgeschichte. In der Spielzeit 1986/87 Regieassistent am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Hörfunkredakteur beim SWR und Sprecher für SWR und DLF. Seit 2001 am “Theater in der Orgelfabrik” in vielen Rollen zu sehen.

Winfried (Winni) Spiegel

Seit 2007 im „Theater in der Orgelfabrik“ in vielen kleinen Rollen zu sehen.

Oliver Fobe

Studierte Schauspiel an der Schule des “Theater der Keller” in Köln. Es folgten Engagements am Millowitsch-Theater, bei den Freilichtspielen in Ettlingen, an den städtischen Bühnen Münster, am Staatstheater Kassel und am Kammertheater Karlsruhe. Spielt ab 2018 bei uns.
Webseite: authenticframe.com

 

Johannes Hauser

Schauspielstudium an der Theaterakademie Mannheim und berufsbegleitendes Studium der Kulturwissenschaften an der Fernuniversität Hagen. Engagements am Forum Theater Stuttgart, am Sandkorn Theater und dem Werkraum Karlsruhe. Seit 2023 bei uns.

Das war unser Stück 2025

In der Behörde für Schenkungen und Vermächtnisse herrscht der normale Büroalltag. Der Direktor, Monsieur Nègre, der neben seiner Arbeit gerne auch mal ein Lied für die Folies Bergère schreibt, ist hauptsächlich damit beschäftigt, seinen Beamten zu erläutern, warum sie weder eine Beförderung, noch eine Gehaltserhöhung bekommen können.
Die Vizedirektorin Madame Hourmerie wiederum ist der Katalysator all der kleinen und großen Probleme unter den Angestellten. Da ist zum einen Monsieur Lahrier, ein Angestellter, der lieber die Tage im Café verbringt als im Büro, und wenn er denn mal da ist, empfängt er dort lieber seine Geliebte Gabrielle. Gabrielle wiederum ist daran interessiert, eine Verbeamtung ihres ältlichen Ehemannes zu erreichen, mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln.

Madame Chavarax spekuliert schon lange auf den Posten einer Unterabteilungsleiterin und würde die ganze Behörde liebend gerne etwas mehr auf Vordermann bringen. Monsieur Sainthomme, der Jüngste der Belegschaft, tut alles für eine Beförderung und sei es auch nur eine klitzekleine. Er kennt keine Bürozeiten, nimmt sogar den Kollegen ihre Arbeit ab und bewundert und verehrt Madame Hourmerie.

Und dann ist da noch der ziemlich verrückte Monsieur Letondu, der in seiner ganz eigenen Welt lebt. Der alte Soupe und Monsieur Van der Hogen, die schon längst pensioniert sein könnten, sitzen immer noch in ihren Büros, ihrem wirklichen Zuhause, und dösen vor sich hin. Und dann schneit da plötzlich die Kuratorin des Museums Vanne-en-Bresse herein und fragt, warum die Akte einer Schenkung ans Museum nach vier Jahren immer noch nicht bearbeitet wurde.